Die Lehrerinnen der Schule für Zusatzbildung „Rusinka“ arbeiten nach einer speziellen Methode des Unterrichts, die beide Gehirnhälften beanspruchen soll, entwickelt von Olga Soboleva.
Olga Soboleva ist eine talentierte Methodikerin, Pädagogin und Psychologin. Lange Zeit gab sie Kurse und Vorlesungen über die Methodik des russischen Sprachunterrichts innerhalb der linguistischen Abteilung des staatlichen Pädagogikinstitutes in Taganrog.
Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sie sich mit den Problemen der Kontinuität des russischen Sprachunterrichts auf den verschiedenen Etappen seiner Erforschung. Die Probleme ergeben sich aus der orthografischen Intuition und auch daraus, dass manche Kinder vorwiegend die rechte Gehirnhälfte beanspruchen, andere eher die linke. Heute widmet sie sich völlig der Schöpfung einer eigenen, adaptiven Methode, eine organisch verbundene, assoziativ-bildhafte und logische Vorgehensweise im Sprachunterricht.
Diese Methode wurde von Olga Soboleva gemeinsam mit Vasilij Agafonov entwickelt.
Der Methodik liegt eine Regelung zugrunde, im Detail beziehen sich die Ideen auf die Realisierung eines Zugangs, der beide Gehirnhälften beanspruchen soll, die Lehre des „stereoskopischen Effekts“. Der Einsatz der analogen Methode (inklusive der „fantastischen“ Analogie) soll durch einen assoziierenden Algorithmus der Speicherung ein neues Prinzip der der Übersichtlichkeit schaffen.
Sie arbeitet schon seit mehreren Jahren mit bilingualen Kindern und wird täglich mit den Problemen des Unterrichts und der Entwicklung der zweiten Sprache bei den Schülern konfrontiert. Bevor es die Pädagogik der russischen Schule „Rusinka“ gab, stand sie vor der nicht einfachen Aufgabe ein Programm auszuwählen, das für die Pädagogen verständlich war und mit dem sie leicht arbeiten konnten und mit dem Kinder lernen konnten. Wir entschieden uns deshalb für die Linie von Olga Soboleva.
In den Freizeitschulen (Wochenendschulen) ist es die Regel, dass Kinder aus zweisprachigen Familien sehr wenige Unterrichtsstunden erhalten. Üblich ist eine Stunde pro Woche bei Vorschülern und zwei Stunden pro Woche bei Schülern, die bereits die Schulreife erlangt haben. Deshalb stehen die Pädagogen vor der schwierigen Aufgabe, nicht nur neues Lehrmaterial für die Schüler zu besorgen, sondern die Kinder auch zu begeistern, damit sie den Wunsch entwickeln können, sich auch zu Hause mit der russischen Sprache zu beschäftigen.
An erster Stelle steht die Motivation der Kinder für den Unterricht! Aber was tun, wenn das Lehrbuch nicht interessant ist und die Texte langweilig und nicht verständlich sind. Der Wunsch sich mit diesem Lehrbuch zu beschäftigen, wird bei den Kindern nicht aufkommen und die Pädagogen sind gezwungen, sich neue Methoden und Aufgaben auszudenken. Olga Solovevas Buch soll bereits Kinder im Vorschulalter ansprechen. Es lädt die Kinder dazu ein, in die spannende Welt der russischen Sprache zu reisen. Das reich illustrierte Lehrbuch der russischen Sprache schafft dank dem Zugang zu beiden Gehirnhälften den sogenannten Effekt „der umfangreichen Sicht“, bei dem jedes Thema, jede Vorschrift sich als eine Kreuzung mit zwei Strahlen herausstellt: einem logischen und einem bildhaften. Ein Kind kommt selbst auf die Schlussfolgerung und Regel auf der Basis der täglichen logischen und bildhaften Aufgaben in den Lehrbüchern.
Und jeder weiß, dass man sich an die Regel, welche man selbst empfunden und selbst verstanden hat, noch lange Zeit erinnern wird.
Das Problem der Entwicklung der Sprache ist eines der Hauptprobleme im bilingualen Unterricht. Die zweite Sprache verkümmert bei den Kindern und kann zu einer sogenannten „Haushaltssprache“ werden. Die Folge des beschränkten Gebrauchs der Lexik der zweiten Sprache ist, dass sie nur unter bestimmten Bedingungen verwendet wird, wie zum Beispiel: zu Hause mit Mama. Deshalb stehen die Pädagogen der russischen Sprache vor der Aufgabe, wie man den Wortschatz der Schüler ausweiten kann, aber die Sache darf nicht nur darauf hinauslaufen, damit sich die Kinder die neue Lexik auch merken können. Es ist nötig den aktiven Wortschatz bei einem Kind zu formen, mit dem Können diesen in der Sprache zu nutzen. In O. Solovevas Lehrbuch wird dieses Problem unserer Meinung nach sehr gut gelöst, durch assoziative Arbeit, die aus drei Richtungen besteht:
Das gegenwärtige Programm sieht eine enorme Menge an Aufgaben über die Entwicklung der Sprache vor. Viele daraus sind auf die Verstärkung aller Kanäle der Wahrnehmung ausgerichtet und der Fähigkeit, diese verbale Wahrnehmung auszudrücken. Die Fantasie eines Kindes kann man als einflussreichsten Faktor ansehen, er ist fähig den Antrieb für die sprachliche Entwicklung zu bieten.
Eine solche Fülle an Aufgaben zur sprachlichen Entwicklung nimmt eine Ausweitung des orthografischen Horizonts der Schüler an. Was zu einer Steigerung der Alphabetisierung bei Kindern führt.
Die Strukturalität der Aneignung von Wissen ist mit dem Problem des Mangels an Lehrmaterial in den russischen Sprachschulen im Ausland verbunden. Die Lehrbücher und die Lehrprogramme können sich von Jahr zu Jahr verändern. Als Resultat gibt es bei den Schülern oft fragmetarisches Wissen, das nicht mit sich selbst verbunden ist und nichts Grundlegendes zum strukturierten Wissen der russischen Sprache beiträgt, einfacher gesagt, es gibt kein logisches System der Sprache im Kopf des Schülers.
Die Struktur des Programmes und des selbst erlernten Materials sichert die Kontinuität der Information: in jedem Thema gibt es ein „gespanntes Fädchen“ zwischen dem früher erlernten Begriff und dem Begriff, welcher noch erlernt wird: dies führt zur Arbeit an der Perspektive.
Nach und nach werden die Schüler angestiftet, die bestehenden, vielseitigen Verbindungen in der Sprache zu erkennen und ihre Such- und Forschungstätigkeit wird angeregt.
Die Struktur des Programmes wird nicht in eine spezielle Nische gelegt für die Wiederholung des Erlernten am Ende des Jahres. Die Wiederholung des Materials geschieht gleichzeitig und parallel mit dem Erlenen des neuen Materials, dabei wird jedes Mal ein neues Verfahren in neuer Form umgesetzt. Deshalb wird die Ausgliederung der selbstständigen Etappe der Wiederholung nicht verpflichtend.
Weitere Informationen über das Lehrbuch der neuen Generation erhalten Sie auf der Seite www.metodika.ru
Ubersetzt von Bianca Gaulhofer
Russischer Sprachunterricht für die Kinder
Lehrende der Schule für Russische Sprache „Rusinka“
Wozu soll man Kindern die im Ausland leben Russisch lernen
Für wen ist Olga Solovevas Lehrbuch gut geeignet?
Probleme des Unterrichtens von zweisprachigen Kindern
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- Wahrnehmung des Materials durch das Wortbild und die Illustration
- bewusste „Enträtselung“ der Assoziationen der Autoren des Lehrbuches, der Künstler und der Lehrer
- das Schaffen eigener Assoziationen in den untersuchten Bereichen
- das Schaffen eigener Assoziationen, vereinter untersuchter Bereiche und der extralinguistischen Realität